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Artikel aus der Kategorie ‘amüsant’

Einfach mal so: November in Amsterdam

via Kraftfuttermischwerk

 

You know you’re Dutch when…

Da könnte ich stundenlang weiterklicken – auch wenn ungefähr jede zweite Beobachtung nur auf dem Klischee des geizigen Niederländers herumhämmert. Der Rest macht Spaß.

http://youknowyouredutchwhen.com

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Kleines Sommerrätsel: Wo bin ich seit 2 Wochen?

Grün, grün, grün

Flatten

Mir ist plötzlich so nach Mohrenkopfbrötchen.

Flatten by Hugo de Kok and Kay van Vree on Vimeo.

Amsterdamer Absurditäten

Manchmal gibt es doch nichts schöneres als Lokalnachrichten – vor allem aus Amsterdam. Ein Griff aus den Zeitungsberichten der letzten paar Tage:

• Bei Artis, dem Amsterdamer Zoo, kann man nun Führungen zum Thema Homosexualität im Tierreich buchen. Dort gibt es nämlich ein schwules Pinguinpärchen. So eine Führung muss man sich mal bildhaft vorstellen: “Die beiden da hinten, das sind zwei Männchen! Und die da auch. Man sieht’s zwar nicht auf den ersten Blick, aber die zwei da beim Zaun sind auch schwul.” Zwangsouting von Erdmännchen und Stachelschweinen? Ist das politisch korrekt?

• Auf dem Dam werden in den kommenden Monaten Aufpasser gegen lebende Standbilder vorgehen, die Passanten belästigen. Bin ich die einzige, die das irgendwie paradox findet?

• Der Tunnel unter dem Rijksmuseum soll nach der Wiedereröffnung des Museums nicht mehr für Radfahrer zugänglich sein. Dagegen gibt es heftigen Protest, und vermutlich wird ein Bürgerreferendum folgen. Bis dahin bleibt der Tunnel zu – angeblich aber nur, damit die Bürger einen Eindruck davon bekommen, wie sich ein geschlossener Tunnel anfühlt und eine fundierte Entscheidung treffen können. Vermutlich sind damit vor allem all die Bürger gemeint, die den geschlossenen Tunnel in den letzten zehn Jahren noch nicht bemerkt haben?

Gratulation

“Herzlichen Glückwunsch zum Sieg!”, sagte die Kindergärtnerin heute morgen. Ich dachte, sie gratuliere mir, weil ich es tatsächlich geschafft hatte, meiner Zweieinhalbjährigen mal eine Hose anzuziehen anstelle des heiß geliebten Prinzessinnenkleids. Sie redete aber über Fußball.

Oranje-Kleid

Wer hätte das gedacht: Oranje-Merchandising kann stilvoll sein. Neben knallorangefarbenen Aufblashüten und ähnlich peinlichem troep, mit dem sich niederländische Fans während der Europameisterschaft zieren, gibt es dieses Jahr ein EM-Kleidchen vom Modelabel Supertrash. Gut, es ist natürlich ebenfalls quietschorange. Aber sonst doch sehr ansehnlich und obendrein vielseitig. Erwerben kann man das gute Stück – im Ernst! – bei Albert Heijn.

Verkehrsregelung auf Holländisch

An der vielbefahrenen Kreuzung funktioniert die Ampel nicht. In Deutschland stünde in der Mitte ein uniformierter Verkehrspolizist, der von der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebene Haltungen einnimmt. Haben wir ja alle für den Führerschein gelernt: beide Arme parallel zur Fahrtrichtung = grün, ein Arm hoch und Seitwärtsdrehung = gelb, beide Arme quer zur Fahrtrichtung = rot.

In Amsterdam tummeln sich auf der Kreuzung ein Niederländer und ein Surinamese, beide in Zivil mit übergeworfener Signalweste. Niemand weiß so recht, was sie da tun. Der Niederländer fuchtelt wild, der Surinamese noch wilder, aber etwas gelenkiger. Mit Winken, Kopfnicken und lautem Trillern auf ihren Pfeifen versuchen sie, mit den Verkehrsteilnehmern zu kommunizieren. Selten weiß der eine, was der andere gerade macht. Gemeinsam mit einigen anderen Radfahrern stehe ich ratlos an der Ampel und warte. Wir grinsen uns gegenseitig an.

Sehr charmant. Ich hoffe nur nicht, dass auch die Lotsen am Flughafen Schiphol nach diesem Modell arbeiten.

Essgewohnheiten

Nilgänse stellen in den Niederlanden ein Problem dar. Ebenso wie Halsbandsittiche, vermehren sich die zugewanderten Vögel wie nichts gutes, fressen den Kühen das Gras auf den Weiden vor der Schnauze weg und machen den Flughafen Schiphol im wahrsten Sinne des Wortes unsicher. Alljährlich werden deshalb zigtausende Gänse abgeschossen. Aber was tun mit all dem Geflügel? Kaufen will es keiner. Letzte Woche wurden mit viel Tamtam erstmals 24 küchenfertig zerlegte Gänse einer gemeinnützigen Tafel überreicht. In den Fernsehnachrichten konnte man sehen, wie eine beleibte Köchin die Fragen der Reporter nach der Zubereitungsweise beantwortete: “Naja, ich schätze, einfach ein halbes Stündchen in der Pfanne braten oder so.” Deutlich bemitleidete der Nachrichtenbeitrag die Armen, die keine Wahl haben, außer Gänsebraten zu essen. Da könnte man ihnen ja auch gleich gebackenen Halsbandsittich servieren.

Gänsebraten isst der gemeine Niederländer nämlich nicht. Sankt Martin wird hier mit Bonbonsammeln begangen, Weihnachten mit “Excellent”-Fertigmahlzeiten von AH (oder mit foie gras…). Beim Großteil der Gänsebratenrezepte, die smulweb.nl verzeichnet, steht vermerkt: “feestmaaltijd uit de duitse keuken”. Na, und das gilt wahrlich nicht als Qualitätsprädikat.

Schon kurios: Da ist man einander so ähnlich, aber bei manchen Dingen so unterschiedlich. Pilze sammeln wäre auch noch so ein Thema. Beim Gedanken an Selbstgepflücktes aus dem Wald wird’s den meisten Niederländern ganz blümerant. Ich erinnere mich, wie ich mal in der Veluwe mit einer Plastiktüten mitten im Wald im Blaubeerparadies stand und andere Spaziergänger mich besorgt fragten, ob ich etwas verloren hätte.

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