Archiv der Kategorie 'design'

Dutch Profiles

Dass „Dutch Design“ inzwischen zur Marke geworden ist, brauche ich hier wohl nicht mehr breitzutreten. Aber hin und wieder kann mich das Designmarketing-Talent der Niederländer doch noch überraschen. Jüngstes Beispiel ist die Website Dutch Profiles, auf der man sich sehr professionell produzierte Filmchen über die Arbeit einiger niederländischer Designer und Architekten ansehen kann – von NL Architects bis Dick Bruna und von G-Star bis Jurgen Bey. Bisher stehen erst 16 Filme auf der Site, aber es sollen stetig mehr werden. Dahinter steht die neue Organisation DutchDFA, die zur Förderung der niederländischen Kreativwirtschaft gegründet wurde. Wie sagte doch Martí Guixé mal zu mir? „In Spanien werden wir nicht so gut vermarktet wie zum Beispiel niederländische Designer. Einem niederländischen Designer mit Talent steht die ganze Welt offen.“

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Ausstellungstipps

Hier mal wieder ein paar Hinweise auf Ausstellungen und Festivals im kommenden Herbst, von denen ich vermutlich bauchbedingt nur sehr wenige selber besuchen werde:

Internationale Architekturbiennale in Rotterdam, 25. September bis 10. Januar
Dutch Design Double in Amsterdam und Utrecht, 4. September bis 11. Oktober – mit viel mehr Veranstaltungen, als ich hier aufzählen könnte
Trailer Park im Kunstfort Vijfhuizen, bis 18. Oktober
Retreat im Fort Asperen bei Leerdam, kuratiert von Ben van Berkel, noch bis 20. September
Subjects von Niels van Eijck und Mirjam van der Lubbe, Textielmuseum Tilburg, bis 11. Oktober
Boer zoekt Stijl im (frisch vor dem Konkurs geretteten) Designhuis Eindhoven, bis 27. September
Gone with the Wind im Zuiderzeemuseum Enkhuizen, bis 22. November
Soft City, Stroom in Den Haag, 13. September bis 8. November

INDEX Award für Pig 05049

Wusste ich doch, dass das Buch richtig gut ist: Christien Meindertsma hat für Pig 05049, das ich hier schon einmal über den grünen Klee gelobt habe, einen der mit 100 000 Euro dotierten INDEX Awards 2009 bekommen.

Marije Vogelzang über Design

„Das Design hat dieselbe Entwicklung durchgemacht wie die plastische Chirurgie. Früher ging es darum, kranke Leute zu heilen. Jetzt geht es vor allem darum, dicke Titten zu produzieren.“
(Marije Vogelzang in der jüngsten Wochenendbeilage des NRC Handelsblad. Wer mehr über die „Essdesignerin“ erfahren will: Hier gibt es einen englischen Artikel von mir als PDF zum Downloaden.)

Slotervaart-Alphabet

Slotervaart ist eines dieser berüchtigten Problemviertel im Westen Amsterdams. Nachkriegswohnungsbau, Kopftücher, Satellitenschüsseln, Abstandsgrün und so. Das Grafikdesignbüro GloriusVandeVen hat nun ein Slotervaart-Alphabet entworfen, zusammengeschnippelt aus Gebäuden im gleichnamigen Stadtteil. Hübsch.

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via Architectenweb

Schmutzige Wäsche

Gijs Bakker ist bei Droog Design ausgestiegen, weil er sich mit Renny Ramakers über den Kurs des Kollektivs (Labels?) zerstritten hat. design.nl wartet mit einem Artikel voller Tratsch, schmutziger Wäsche und Meinungen von Außenstehenden auf. Was natürlich höchst unterhaltsam ist.

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Clothes Hanger Lamp von Hector Serrano für Droog

PIG 05049

Zugegeben, ganz frisch ist das Buch nicht mehr, aber ich bin endlich im Besitz einer Ausgabe von PIG 05049 von Christien Meindertsma. Für dieses Projekt hat die Designerin drei Jahre lang recherchiert, in welchen Produkten etwas vom Schwein enthalten ist und das ganze dann grafisch sehr schön aufbereitet. Dabei ist – Achtung, platter Wortwitz – ein ziemlich dicker Schinken herausgekommen. Es ist schon mehr als erstaunlich, wieviel Verwertbares in einem einzigen Schwein steckt. Hinter dem hautfarbenen Cover von PIG 05049 verbirgt sich eine ganze Welt an Schweinehaltigem, von Kaugummi über Porzellan und Zigaretten bis hin zu Shampoo und Biodiesel. Unglaublich, und vermutlich der Albtraum jedes Vegetariers. Bei We make money not art kann man die Hintergrundgeschichte des Projekts nachlesen.

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Maarten Baas’ Uhren

Mit den verkohlten Möbeln des Designers Maarten Baas konnte ich mich noch nie so recht anfreunden. Dafür sind seine Uhren-Performances, die dieses Jahr in Mailand stattfanden, sehr interessant:

Schöner Käse

Wer sagt denn, dass holländischer Käse nur gut schmecken und nicht gut aussehen kann? Bei designkaas.nl kann man Käse im Designerjäckchen bestellen, passend zum großen „Dutch Design“-Hype. Zum Glück geht das schöne Äußere nicht auf Kosten des Inhalts: Der Designkäse ist kürzlich zu einem der 25 besten Käse in den Niederlanden ernannt worden.

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Ausstellungstipps

Hoffen wir mal, dass das Osterwetter gut wird. Falls nicht, hier ein paar noch ungetestete, aber sehr vielversprechende Ausstellungen:

- David Claerbout in De Pont, Tilburg, bis 28. Juni
- Guido van der Werve in De Hallen, Haarlem, bis 1. Juni
- Archaeology of the Future im Designhuis, Eindhoven, bis 31. Mai
- Gone with the Wind im Zuiderzeemuseum, Enkhuizen, bis 22. November

Klar, mal wieder nichts davon in Amsterdam, sondern alles in der Provinz. Allmählich gewöhnt man sich schon fast daran.

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