Archiv der Kategorie 'schnickschnack'

Paula

Am 22. Oktober wurde Paula Laurien geboren. Ganz im Gegensatz zu Paula wird dieses Blog deshalb eine Weile eher unregelmäßig gefüttert werden… Spätestens in ein paar Wochen bin ich aber wieder auf Sendung.

paulakarte

Mal wieder ein Beispiel für gutes niederländisches Design: Glückwunschkarte der Stadt Amsterdam. Bekommt man, wenn man einen Mini-Amsterdammer bei der Gemeinde anmeldet. Und dazu…

iamsterdam

… ein Babybadecape mit ortstypischer Kapuze.

Von Pappe

Es geht doch nichts über den guten, alten Stopptrick: „Cardboard“ von Sjors Vervoort

Belohnung

Als sich mein Freund gestern per Fahrrad der Fähre nach Amsterdam-Noord näherte, wurde er von einem freundlichen jungen Mann angesprochen. „Wir sind von der Stadt Amsterdam und möchten alle Radfahrer dafür belohnen, dass sie sich auf umweltbewusste Weise fortbewegen!“ Dann bot man ihm die Wahl aus drei kleinen Geschenken: eine PET-Flasche mit Mineralwasser, zwei Wegwerf-Fahrradlampen oder eine Regenschutzhülle für den Fahrradsattel, natürlich aus Plastik. Noch Fragen?

Letztes Hemd

Gerade flattert mir eine Mail über Het Amsterdamse Shirt in die Mailbox. Nein, schön finde ich das Hemd wahrlich nicht, aber mit seinem konservativen Schick passt es prima nach Amsterdam-Zuid und dürfte seine Klientel dementsprechend nicht verfehlen. Es wird sicherlich bald zwischen mittelgescheiteltem Blondhaar und Mokassins den Körper manch eines Managers zieren, der mit einem rosétje in der Hand in einer kordelbewehrten sloep über die Herengracht tuckert. Interessant ist aber vor allem der Slogan „Shirtmakers since the financial crisis 2008″. Das lässt vermuten, dass hinter dem Projekt ein verarmter Manager aus Amsterdam-Zuid steckt. Wie war das doch gleich, „dress for success“?

Dagegen wirken die T-Shirts zur Imagekampagne „I amsterdam“ fast unaufdringlich. Den Hauptpreis gewinnt allerdings das Architekturbüro Powerhouse Company für seine „I rotterdam“-T-Shirts (und das dazugehörige Manifest). Manchmal ist Rotterdam eben doch die sympathischere Stadt.

orangeH shirt

irotterdamgreen

Aufzuggeplauder

Kleine Dosis holländischer Smalltalk gefällig? Heute morgen stand ich im Aufzug, als die Tür aufging und zwei freundliche ältere Damen in gedeckten Kostümen sich zu mir gesellten. Mit Blick auf meinen unübersehbaren Babybauch entspann sich folgender Dialog:

Dame 1 (verzückt): „Oh, wir sind zu viert!“
Dame 2: „Ja, so lange sie so klein sind, sind sie noch nett…“
Dame 1: „Es gibt aber auch Große, die nett sind!“
Dame 2 (an mich gewandt): „Und falls es sich als kleines Arschloch entpuppt, kannst Du es immer noch ausstopfen lassen.“

Hotel Post in Lech

Ich melde mich hiermit zurück aus dem Urlaub in Vorarlberg. Die Alpen waren schön, unsere Ferienwohnung auch, die vielgerühmte Vorarlberger Architektur hingegen etwas enttäuschend. Seit ihrer besten Zeit in den Neunzigern ist sie offenbar zu einer Formelsammlung erstarrt: Man nehme eine Holzlattenfassade, ein Giebeldach mit oder ohne Überstand, ein paar um die Ecke gezogene Fenster – und fertig ist das moderne Haus. Das macht sich auf Architekturfotos mit Bergen und Kühen drumrum sehr gut, aber in Wirklichkeit langweilt es recht schnell. Mich jedenfalls. Ja, ja, handwerklich ist das alles unglaublich gut gemacht, da müsste sich jeder niederländische Generalunternehmer mit seinen afwerklatjes und spuitplafonds im Keller verstecken, aber es fehlt trotzdem an Originalität.

Viel amüsanter war dagegen dieser Sinnspruch am 5-Sterne-Hotel Post in Lech, wo übrigens seine Hoheit Prins Willem-Alexander nebst Maxima und Töchtern alljährlich im Skiurlaub weilt. Ist das ein Zeichen?

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Goldfischhotel

„Wenn es eine Krise gibt, sind die Architekten immer als erste betroffen und als letzte wieder erlöst“, meinte neulich ein Bekannter. Angesichts des großen Architekturbüroschrumpfens, das sich gerade um mich herum breitmacht, dürfte er recht haben.

Nun heißt es also ungewöhnliche Aufträge zu finden, die trotz Krise realisiert werden und Schlagzeilen machen. VEDD Architecten ist das zweifellos gelungen. Gestern wurde am Flughafen Schiphol das erste Goldfischhotel der Welt nach Entwurf des Büros eröffnet. Jawohl, ein Goldfischhotel. Nein, es ist nicht der erste April.

Wer seine Reise beim Veranstalter D-Reizen gebucht hat, darf seinen Goldfisch im Hotel unterbringen, während Herrchen im Urlaub ist. Dort mangelt es dem Tierchen an nichts, denn das Hotel bietet allen Luxus, inklusive „Tennisbahn, Schwimmbad mit Rutsche und Restaurant“. Naja, wenn’s den Architekten einen Auftrag gebracht hat…

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Völlig off-topic: Donald Duck

Seit ich in den untertitelten Niederlanden wohne, ertrage ich die synchronisierten Filme im deutschen Fernsehen nicht mehr. Jeder noch so gute Schauspieler kann durch einen drittklassigen Synchronisator, jeder noch so gute Dialog durch eine schlechte Übersetzung getötet werden.

Im Wall Street Journal erfahren wir jedoch, dass Übersetzungen durchaus auch mal qualitätssteigernde Wirkung haben können. Zumindest wenn der Ausgangstext nicht allzu anspruchsvoll ist und die Übersetzerin freie Hand bekommt. Großartig! Und um jetzt noch kurz die Kurve zurück zum Thema Fernsehen zu kratzen: Ich musste unwillkürlich an den Rosaroten Panther denken, der auf Deutsch mit amüsanten Reimkommentaren versehen wurde, im Original aber sprachlos bleibt.

Koninginnedag

Nächsten Donnerstag ist es wieder so weit. Dann ist Koninginnedag, und Amsterdam wird in Oranje-Taumel und Heineken-Seligkeit versinken. Eigentlich gibt es – ähnlich wie in den 90ern bei der Love Parade in Berlin oder beim Karneval in Köln – nur zwei Optionen: die Beine in die Hand nehmen, um so schnell wie möglich die Stadt zu verlassen, oder mitmachen.

Im Grunde bin ich kein großer Fan des stumpfen Gejohles, Gekumpels und Wildgepinkels, das an diesem Tag von der Stadt Besitz ergreift. Aber offenbar sehen das ein paar prominente Persönlichkeiten aus der Weltpolitik anders, wie die neuesten Gratis-Postkarten von Boomerang beweisen, die mir gestern in einem Café in die Hände fielen.

kiss-me-i-am-drunk zin-in-een-feestje lets-go-party

Ostereihase

osterei

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