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Posts from the ‘schnickschnack’ Category

Zurück aus Malaysia

Nach 3 Wochen Malaysia bin ich wieder im Lande. Was mir vorher nicht bewusst war: Das war ein Urlaub in Geert Wilders’ schlimmstem Albtraum. Ein Multikultistaat voller freundlicher Moslems mit vielen Kindern. Gatver!

Oh, was war das Essen lecker, das Klima feuchtheiß, die Städte spannend. Und Paula hat sich fast daran gewöhnt, dass sich ständig fremde Menschen mit einem “So cute!” auf sie stürzen.

Met vakantie…

Ich verabschiede mich hiermit für drei Wochen aus den nasskalten Niederlanden ins feuchtwarme Malaysia und werde im September wieder auf Sendung sein. Tot ziens!

Nederwiet

Von weitem betrachtet hat das niederländische gedoogbeleid, also die Toleranzregelung für weiche Drogen, ja immer sowas possierliches. Ich muss zugeben, dass ich es auch immer unheimlich sympathisch fand. Bis ich gestern Abend die Dokumentation Nederwiet bei NCRV gesehen habe. Darin wird erklärt, dass die ganze angebliche Toleranz einen rechtsfreien Raum schafft, in dem die Gemeinden mit Coffeeshops machen können, was sie wollen, der Hanfanbau zunehmend in die Hände professioneller Banden fällt, niemand weiß, mit welchen Pflanzenschutzmitteln das Kraut vor dem Verkauf behandelt wurde, und Elektriker von NUON nebenberuflich für ein paar Tausend Euro Stromzapfanlagen für Haschplantagen anschließen.

Die Dokumentation gibt’s (zumindest in den nächsten paar Wochen noch) auch online.

Tampert

Die Niederländer haben ja bekanntlich was mit Derrick. Nirgends außerhalb Deutschlands hatte die Serie so viele Fans wie hier. Vor ein paar Jahren gab es sogar eine Fernsehreklame der niederländischen Polizei mit Horst Tappert.

Fast noch mehr Spaß macht aber Tampert, die Derrick-Persiflage des Comedy-Duos Jiskefet, dessen Humor mir sonst oft ein Rätsel bleibt. Persönlich finde ich vor allem Michiel Romeyn als Harry/Freddy in schweinslederner Jacke sehr gelungen. Hier eine komplette Folge. Die muss man sich auch wirklich ganz ansehen, weil die extreme Langsamkeit – ebenso wie das unmöglich wörtlich übersetzte Deutsch – nun einmal Teil des Konzepts ist. “Ich werde Ihnen bedeuten, was das zu bezeichnen hat.”

Wohnung in Amsterdam zu verkaufen

Nach fast acht Jahren ist es soweit: Wir ziehen demnächst um, und zwar nach Amsterdam-Noord. Ein Haus mit Gärtchen in fünf Minuten Fietsabstand zur Fähre hat uns überzeugt. Dann werden wir zu den Gentrifikatoren gehören, die abends bei Albert Heijn das Bio-Hühnerfilet kaufen, das den ganzen Tag über niemand angeguckt hat, und die an den braunen Eckcafés vorbeiradeln, um ihr Bier bei Noorderlicht zu trinken.

Vorher müssen wir aber noch unsere jetzige Wohnung verkaufen. Schweren Herzens, denn so eine Aussicht werden wir vermutlich nie wieder bekommen. Interesse? Die Wohnung ist 80 Quadratmeter groß, liegt im 13. und damit obersten Geschoss eines Wohnhochhauses am Sloterplas, hat einen wunderschönen geölten Holzboden, einen neun Meter langen Balkon und einen Blick wie in der Krombacher-Werbung. Hier gibt es mehr Info: www.bhs373.nl

Eyjafjallajökull

Worüber berichten Designjournalisten dieser Tage vorzugsweise? Über ihre Flucht aus Mailand. Wie es ihnen gelang, aus der Möbelmessestadt zu entkommen. Als wäre Mailand ein eingekesseltes Kriegsgebiet. Alles nur wegen eines unaussprechbaren isländischen Vulkans, der mir tagelang eine ruhige Aussicht auf einen kondensstreifenfreien Himmel beschert hat.

Paula

Am 22. Oktober wurde Paula Laurien geboren. Ganz im Gegensatz zu Paula wird dieses Blog deshalb eine Weile eher unregelmäßig gefüttert werden… Spätestens in ein paar Wochen bin ich aber wieder auf Sendung.

paulakarte

Mal wieder ein Beispiel für gutes niederländisches Design: Glückwunschkarte der Stadt Amsterdam. Bekommt man, wenn man einen Mini-Amsterdammer bei der Gemeinde anmeldet. Und dazu…

iamsterdam

… ein Babybadecape mit ortstypischer Kapuze.

Von Pappe

Es geht doch nichts über den guten, alten Stopptrick: “Cardboard” von Sjors Vervoort

Belohnung

Als sich mein Freund gestern per Fahrrad der Fähre nach Amsterdam-Noord näherte, wurde er von einem freundlichen jungen Mann angesprochen. “Wir sind von der Stadt Amsterdam und möchten alle Radfahrer dafür belohnen, dass sie sich auf umweltbewusste Weise fortbewegen!” Dann bot man ihm die Wahl aus drei kleinen Geschenken: eine PET-Flasche mit Mineralwasser, zwei Wegwerf-Fahrradlampen oder eine Regenschutzhülle für den Fahrradsattel, natürlich aus Plastik. Noch Fragen?

Letztes Hemd

Gerade flattert mir eine Mail über Het Amsterdamse Shirt in die Mailbox. Nein, schön finde ich das Hemd wahrlich nicht, aber mit seinem konservativen Schick passt es prima nach Amsterdam-Zuid und dürfte seine Klientel dementsprechend nicht verfehlen. Es wird sicherlich bald zwischen mittelgescheiteltem Blondhaar und Mokassins den Körper manch eines Managers zieren, der mit einem rosétje in der Hand in einer kordelbewehrten sloep über die Herengracht tuckert. Interessant ist aber vor allem der Slogan “Shirtmakers since the financial crisis 2008″. Das lässt vermuten, dass hinter dem Projekt ein verarmter Manager aus Amsterdam-Zuid steckt. Wie war das doch gleich, “dress for success”?

Dagegen wirken die T-Shirts zur Imagekampagne “I amsterdam” fast unaufdringlich. Den Hauptpreis gewinnt allerdings das Architekturbüro Powerhouse Company für seine “I rotterdam”-T-Shirts (und das dazugehörige Manifest). Manchmal ist Rotterdam eben doch die sympathischere Stadt.

orangeH shirt

irotterdamgreen

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