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Turing-Preis

„Stedelijk Museum gewinnt ersten Turing-Preis“, konnte man heute in Het Parool lesen. Wie meinen? Hat das Stedelijk aus Frust über seine Nichtpräsenz im Kulturbetrieb jetzt beschlossen, auf Forschungen zur künstlichen Intelligenz umzusatteln? Nein, wenn man weiterliest, stellt sich heraus, dass es sich um einen neuen niederländischen Ausstellungspreis handelt, der mit üppigen 450 000 Euro dotiert ist. Aber für welche Ausstellung bloß, denn das einst wichtigste niederländische Museum für zeitgenössische Kunst ist doch bis zur Eröffnung seines Neu-Altbaus eingemottet? Der Preis gilt einer Ausstellung, die es noch gar nicht gibt, nämlich einer Soloschau von Mike Kelley, die nächstes Jahr stattfinden soll. So Gott, das Baubudget und die Generalunternehmer wollen. Reine Vorschusslorbeeren also.

Übrigens ist die Turing Foundation tatsächlich nach Alan Turing benannt. Er ist einer der großen Helden von Pieter Geelen, seines Zeichens Gründer des Navigationssystem-Herstellers TomTom. Aus dessen Börsengang werden Stiftung und Preis finanziert.

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