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Archiv für

Koen van den Broek

Sollte es mich demnächst mal nach Gent verschlagen, gehe ich garantiert ins SMAK und sehe mir die Ausstellung „Curbs & Cracks“ von Koen van den Broek an. Es gibt einfach ein paar ziemlich gute Künstler in Belgien…

Unhappy Hipsters

Vielleicht der beste Konzeptblog der Welt: Unhappy Hipsters.

Spelling Dystopia

Nach langem mal wieder ein Ausstellungstipp: Im Cobra Museum in Amstelveen ist vom 30.1. bis 25.4. die Installation Spelling Dystopia von Nina Fischer und Maroan El Sani zu sehen. Wie so oft im Werk der beiden Künstler, geht es auch in diesem Film wieder um ein verlassenes Bauwerk, nämlich um die künstliche Insel Hashima nahe Nagasaki. Mehr Info gibt es auf der Website des Museums.

Von Fischer El Sani stammt auch der großartige Zuidas-Thriller The Rise, den ich vor zwei Jahren im Hochparterre-Blog erwähnt habe. Ein Ausflug nach Amstelveen dürfte sich also auf jeden Fall lohnen.

Rembrandtplein

„Nieuw: Rembrandtplein met allure“ titelte Het Parool kürzlich. Denn der bislang etwas schrottige, Neonreklamen- und Caféanbau-verseuchte Rembrandtplein, auf dem sich vor allem Rambazamba-Touristen tummelten, ist neugestaltet worden. Aber „allure“? Nun ja. Immerhin wurde die unsägliche Bronze-Nachtwache entsorgt. Aber zu Rembrandts Füßen breitet sich nun keinesfalls ein Paradebeispiel der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur aus, sondern nur eine lieblose Grasfläche, die sich im Amsterdamer Winterregen sofort in Matsch verwandelt hat.

Eine weitere Neuerung ist die Lichtanlage, mit der der gesamte Platz erleuchtet werden kann. Sie dient aber nicht etwa dazu, den Platz für Veranstaltungen oder Feste attraktiver zu machen. Statt dessen kann die Polizei bei Handgemengen per SMS das Licht hochdrehen, um besser eingreifen zu können. „Calamiteitenlicht“ nennt sich das. Sympathiek, hoor…

ijscuypje – stamppotje

In meiner deutschen Kindheit war es üblich, dass Eisdielen im Winter zu Lebkuchen- oder Pelzläden mutierten. Wenn die Kunden witterungsbedingt ausblieben, zog es die italienischen Besitzer in ihre Heimat, während das Lokal an jemanden untervermietet wurde, der saisongemäßeres zu verkaufen hatte.

Sieht man einmal von Ben & Jerrys und Australian ab, gibt es in Amsterdam nicht sehr viele Eisdielen (schmeckt doch allein dieses Wort schon so herrlich nach deutscher Italiensehnsucht der Fünfziger!). Dafür gibt es seit einer Weile wenigstens IJscuypje, einen Eisstand am Albert Cuypmarkt nebst Filiale an der Prinsengracht/Ecke Elandsgracht, der selbstgemachtes Eis von der leckeren Sorte verkauft. Was aber wird im Winter aus dem Eisbecherchen? Die Besitzer sind keine Italiener, die es in ein Dolomitendorf zieht, sondern Amsterdamer, die auch im Winter Geld verdienen wollen.

Und schon war Stamppotje geboren, der vermutlich allererste stamppot-Takeaway der Welt. Schlaue Idee, denn aus den Metallbehältern, in denen im Sommer das Eis gekühlt wird, lässt sich ebenso gut heißer Kartoffelbrei mit Gemüseeinlage verkaufen.

Stadtnapf

Das haben wir gerade noch gebraucht: eine Obstschüssel in Form der Amsterdamer Altstadt. Metrobowls nennen sich diese Objekte vom Designer Frederick Roijé. Endlich hat Amsterdam etwas Topographie zu bieten! Der mittelalterliche Stadtkern liegt im Tal, umgeben von den sanften Hängen des Grachtenrings.