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ijscuypje – stamppotje

In meiner deutschen Kindheit war es üblich, dass Eisdielen im Winter zu Lebkuchen- oder Pelzläden mutierten. Wenn die Kunden witterungsbedingt ausblieben, zog es die italienischen Besitzer in ihre Heimat, während das Lokal an jemanden untervermietet wurde, der saisongemäßeres zu verkaufen hatte.

Sieht man einmal von Ben & Jerrys und Australian ab, gibt es in Amsterdam nicht sehr viele Eisdielen (schmeckt doch allein dieses Wort schon so herrlich nach deutscher Italiensehnsucht der Fünfziger!). Dafür gibt es seit einer Weile wenigstens IJscuypje, einen Eisstand am Albert Cuypmarkt nebst Filiale an der Prinsengracht/Ecke Elandsgracht, der selbstgemachtes Eis von der leckeren Sorte verkauft. Was aber wird im Winter aus dem Eisbecherchen? Die Besitzer sind keine Italiener, die es in ein Dolomitendorf zieht, sondern Amsterdamer, die auch im Winter Geld verdienen wollen.

Und schon war Stamppotje geboren, der vermutlich allererste stamppot-Takeaway der Welt. Schlaue Idee, denn aus den Metallbehältern, in denen im Sommer das Eis gekühlt wird, lässt sich ebenso gut heißer Kartoffelbrei mit Gemüseeinlage verkaufen.

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