Zum Inhalt springen

La Ricarda

Am Wochenende war ich in Barcelona zum alljährlichen Netzwerktreffen der Guiding Architects, zu denen ich mit architour gehöre. Inzwischen sind wir eine richtig große Gruppe mit 29 Mitgliedern in aller Welt.

Zum Netzwerktreffen gehören auch immer ein paar Architekturführungen vor Ort. Dieses Mal haben wir uns das neue Stadtviertel „22@“ angesehen, das ungefähr genauso angestrengt dem creative-class-Hype hinterherläuft, wie sein Name schon vermuten lässt.

Mein persönliches architektonisches Highlight war dagegen die Villa Ricarda, die Antoni Bonet zwischen 1953-62 gebaut hat. Sexier kann 50er-Jahre-Architektur kaum sein – auch wenn die Villa heute leider direkt neben dem Rollfeld des Flughafens steht. Im Prinzip ist das ganze Haus nur eine Komposition aus sehr eleganten weißen Dachgewölben unter Pinien. Ein wenig hat mich seine Geschichte an Gio Pontis Quinta El Cerrito in Caracas erinnert. Beide sind Gesamtkunstwerke, entstanden im Auftrag einer ungewöhnlich architekturbegeisterten Bauherrschaft, und bei beiden verlief die Kommunikation zwischen Architekt und Auftraggeber weitgehend auf dem Postweg. Während Ponti aber in Italien saß und für ein Ehepaar in Venezuela plante, saß Bonet im Exil in Argentinien und plante für eine Familie in Barcelona…

Bisher keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: