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Niederländischer Pavillon Expo 2010

Bei Dezeen gibt es einige Fotos von John Körmelings Expopavillon in Shanghai. Interessanter als die Fotos sind allerdings die Kommentare. Sie reichen von „großartig“ bis „Bankrotterklärung der niederländischen Architektur“.

Tja, was soll man davon halten? Zunächst würde ich mal dafür plädieren, diesen Pavillon als Kunst und nicht als Architektur zu beurteilen, denn John Körmeling ist Künstler. Betrachtet man das Gebäude als Kunstwerk, ist es weniger Teil der niederländischen Architektur als vielmehr eine Aussage über sie – Meta-Architektur also. Und als solche ist es eine verdammt gut beobachtete Bestandsaufnahme der momentanen niederländischen Baukultur, in der Spaß machen und Auffallen oft wichtiger ist als architektonische Fragen.

Außerdem muss man doch mal feststellen, dass das Architekturwettrennen der Expos allmählich ein bisschen langweilig wird. Jedes Mal versuchen die Länder wieder, sich gegenseitig mit den hightechigsten und avantgardistischsten Pavillons zu übertrumpfen. Und was macht Körmeling? Er baut eine Achterbahn für die Architekturkirmes. Das entbehrt doch nicht eines gewissen Humors.

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