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Königliches Glasmuseum

Heute eröffnet Königin Beatrix das umgebaute Nationale Glasmuseum in Leerdam. Wieder mal so ein leicht angestaubtes Provinzmuseum mit einer Sammlung, die in einem großbürgerlichen Wohzimmerschrank besser aufgehoben wäre, könnte man meinen. Damit liegt man aber falsch. Gestern war ich dort, und kann nur sagen: Der Erweiterungsbau ist ziemlich unglaublich. Bureau SLA hat zwei Gründerzeitvillen mit Laufbrücken verbunden, in denen der gesamte ehemalige Depotinhalt untergebracht wurde. Die Brücken haben eine Stahlkonstruktion und sind mit Polykarbonatplatten unter Streckmetall verkleidet, so dass sie abends zu riesigen Leuchtbalken werden.

In diesen minimalistischen Tunnels wirkt die dicht gestellte Glassammlung, zu der auch Servicedesigns von Berlage und de Bazel gehören, wie eine Installation. Die Vitrinen wurden, ebenso wie das restliche Interieur des Museums, von Piet Hein Eek entworfen, der zum Glück einmal nicht sein altbekanntes sloophout verwendet hat. Im Museumsshop kann man eine speziell von ihm für das Glasmuseum entworfene kleine Hängelampe kaufen – ebenso wie eine schöne Leuchte von Chris Kabel und einigen andere netten Designschnickschnack aus Glas.

Insgesamt auf jeden Fall einen Ausflug ins tiefe Gelderland wert.

Fotos: Jeroen Musch

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