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Arcam im Brakke Grond

Ach, nö… Das Architekturzentrum Arcam will sich neu erfinden und hat deshalb unter anderem das Konzept seiner Vortragsreihe im Brakke Grond geändert. Fortan wird immer zuerst ein alter Herr der Amsterdamer Architekturszene (oder eine alte Dame, aber davon gibt es nicht so viele) einen Vortrag halten, gefolgt von einem jüngeren Architekten, den er selber ausgewählt hat.

Mal ehrlich: Was haben wir davon? Das riecht doch nach Nepotismus. Außerdem gibt’s so etwas ähnliches schon im sowieso unsäglichen BNA-Blad, das jeden Monat ein Gebäude von einem jüngeren Büro vorstellt, ausgesucht von einem alten Hasen.

Die Folge ist, dass nur noch Architekten zu Wort kommen, die den Segen der etablierten Generation haben. Und das in einem Architekturklima, das ohnehin schon viel zu sehr auf Mainstream, Kommerzialität und Pragmatismus setzt.

Was die niederländische Architektur momentan braucht, sind unabhängige Architekturzentren, -kuratoren und -redakteure, die sich trauen, selber eine Wahl zu treffen, die nicht unbedingt mit den Vorlieben der Vorgängergeneration oder der Auftraggeber übereinstimmt. Sonst werden wir hier die nächsten Jahre lang nur auf der Stelle treten.

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