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Amsterdam schläft

Alles andere als ein Hotelführer und bislang (bin aber gerade erst auf Seite 17) höchst unterhaltsam ist Amsterdam Slaapt, ein Selbstversuch und daraus hervorgegangenes Buch von Vincent van Dijk. 2010 hat van Dijk all sein Hab und Gut verkauft, um ein Jahr lang jede Nacht in einem anderen Amsterdamer Hotel zu schlafen. „Ein Jahr ohne eigene Wohnung. Wohnen in 365 verschiedenen Hotels. Alle haben mich für verrückt erklärt, und jetzt merke ich, dass sie recht hatten. Das kann kein Mensch ertragen. Diese Unruhe und Regelmäßigkeit. Der Koffer starrt mich verschreckt an.“ Hübsch lakonische Beobachtungen über den unterschwelligen Horror von Luxushotels, in denen die Klospülung nicht funktioniert, unnötige Heteroängste im Homohotel sowie die Tokyohaftigkeit von minimalen Designzimmern.

Nächste Woche werde ich Vincent van Dijk interviewen. Natürlich in einer Hotelbar, wo sonst.

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