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Alles hat ein Ende…

Das Ende der Zeiten wird am 21.12.12 vermutlich eher nicht anbrechen – aber das Ende dieses Blog schon.

Nach so vielen Jahren – zunächst beim Hochparterre, dann bei WordPress – ist es an der Zeit für ein dickes doei. Es war schön mit Euch, und es hat mir immer viel Spaß gemacht, über die kuriosen Seiten des Lebens in Amsterdam zu berichten. Leider habe ich einfach nicht mehr die Zeit dafür. Schuld daran dürften unter anderem Facebook & Co sein.

Und genau dort könnt Ihr auch weiterhin verfolgen, was Anneke in Amsterdam tut. Architekturbezogenes in englischer Sprache gibt es auf der FB-Page von architour. Man kann natürlich auch jederzeit einen unverbindlichen Versuch unternehmen, sich mit mir persönlich anzufreunden…

In diesem Sinne: dag, doei, doeg, toedeloe, tot ziens!

Einfach mal so: November in Amsterdam

via Kraftfuttermischwerk

 

Biskuitplastik

Die möchte ich haben. Allesamt. Vasen aus Biskuitporzellan von Foekje Fleur, modelliert nach Plastikmüll, den die Designerin aus der Maas gefischt hat. Leider sind sie gerade ausverkauft.

Redlight-Revival

Hach, das Amsterdamer Rotlichtviertel. Besoffene Engländer auf Junggesellenabschied, bekiffte spanische Studenten auf der Suche nach rosa glasierten Donuts, neugierige deutsche Hausfrauenclubs und das eine oder andere vieze mannetje – so ungefähr sieht das Straßenbild aus. Glaubt man manch einem Einheimischen, ist das ein possierlicher Mix, der das Lokalkolorit ausmacht. Jacques-Brel-Romantik und so. Glaubt man jedoch dem Stadtrat, ist das eine ziemlich kriminelle Mischung inklusive Frauenhandel und noch viel mehr Unerfreulichem.

Deshalb hat die Stadt vor einigen Jahren angefangen, ehemalige Prostitutionsfenster unter dem Projektnamen Red Light Design an Jungdesigner zu vermieten. Das waren noch sehr vereinzelte Eingriffe, die man wirklich suchen musste. Inzwischen ist aber eine neue Entwicklung im Gange, die man als Wiederentdeckung des Rotlichtviertels durch die Amsterdamer bezeichnen könnte. Zwölf Jahre wohne ich jetzt hier, und mit Ausnahme der Chinatown oder des Nieuwmarkt habe ich immer einen großen Bogen um die Gegend gemacht. Aber auf einmal gibt es tatsächlich Gründe, die Wallen freiwillig anzusteuern. Sie heißen Mata Hari, Anna, Meatballs, Metropolitan Deli oder Brouwerij De Prael und sind allesamt neue Restaurants oder Bars, die sich ganz bewusst zwischen Sexshows und Blowtels (= Billighotels für Kifftouristen) ansiedeln. Allmählich wird die Mischung sehr attraktiv. Ich wage hiermit die Vorhersage: Die Gentrifizierung des Amsterdamer Rotlichtviertels steht vor der Tür. Bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis britische Zeitungen heruntergekommene Häuser an den Wallen als erstklassige Geldanlage empfehlen.

Stedelijk Museum eröffnet

Am vergangenen Wochenende wurde endlich das Stedelijk Museum wiedereröffnet – mit dem neuen Anbau von Benthem Crouwel Architecten, der in Amsterdam bereits jetzt als die ‘Badewanne’ bekannt ist. Was ich von dem weißen Hochglanzobjekt (und all den anderen neuen An- und Umbauten von Amsterdamer Museen) halte, kann man in der aktuellen Baunetzwoche lesen.


Foto: John Lewis Marshall

Funkstille

Es ist mal wieder sehr still geworden in diesem Blog… In der Hochsaison für Architekturführungen bleibt einfach keine Zeit. In den kommenden zehn Tagen werden mein Guide-Team und ich insgesamt 45 Deutsche, 15 Schweizer, 11 Schweden, 120 Norweger und 21 Dänen teils mehrtägig durch die niederländische Architekturwelt geleiten. Ich verspreche hoch und heilig, danach wieder mehr zu posten…

You know you’re Dutch when…

Da könnte ich stundenlang weiterklicken – auch wenn ungefähr jede zweite Beobachtung nur auf dem Klischee des geizigen Niederländers herumhämmert. Der Rest macht Spaß.

http://youknowyouredutchwhen.com

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